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Das Ronlandthing 1012 – Ein Reisebericht von Leif Svertingsson


Von unseren ronländer Freunden wurden wir eingeladen, an ihrem Allthing diesen Winter teilzunehmen. Deshalb sind Gripnir, Bjarne, Kraka, Widukind, Asgir, Magnus und ich mit Gripnirs Boot zur ihrer Insel gefahren.
An Ronlands von Fjorden durchzogener Küste angekommen erwartete uns ein Nebel, der so dicht war, dass es mir schwer fiel den Rücken des vor mir am Riemen rudernden Manns zu sehen. Wir befanden uns schon nah am Land, denn Widukind konnte mit dem Lot die immer geringer werdende Tiefe vom Bug aus messen. Doch plötzlich wurde das Wasser unruhig, der Nebel wurde noch dichter - ich konnte meine Hand vor Augen kaum sehen – und eine Erschütterung durchzog das Boot. In den auf dem Wasser liegenden Nebelschwaden zeichneten sich dunkle Umrisse ab. Immer mehr und an allen Seiten schienen sie aus dem Fjord aufzutauchen. Mich ergriff die Angst und unvermittelt wurde ein Schild von der Planke gerissen. Die schwarzen Ungeheuer warfen sich auf uns, schlugen nach uns und versuchten erst einen, dann immer mehr ins Wasser zu ziehen. Mein Schild wurde mir entrissen und einige Waffen konnten sie sich ebenfalls greifen. Gripnir schrie mir und Bjarne zu, wir sollen uns einen Riemen greifen und rudern. Die anderen schlugen mit allem was sie aufbieten konnten auf die angreifenden Wesen ein. Immer näher gelangten wir an den Strand und schließlich tauchte eine flackernde Laterne im Nebel auf – Ronland war erreicht. Wir schafften den Drachen an Land und stellten fest, dass die uns empfangenden Ronländer schon gleiches erlebt haben. Auch Sie wurden zuletzt von Tentakeln aus den Tiefen ihrer Fjorde angegriffen.

Wir wurden nun in die neue Thinghalle geleitet und von der Reise erschöpft war es eine Wohltat, sich in der warmen, gefüllten Halle auszuruhen. Doch schnell beschlich uns das Gefühl, dass etwas seltsam ist. Streit und Zwietracht prägte den Umgang zwischen den Ronländern. Einige sahen sogar Dinge die nicht da waren und konnten nur mit Hilfe anderer ruhig gestellt werden, da sie zu Waffen griffen um nach Gespenstern zu schlagen.
Später am Abend – unsere Mägen waren mittlerweile reichlich gesättigt - wurde die Halle plötzlich von Dunkelheit durchzogen, die Tür flog auf und dichter Nebel stob hinein. Schnell zündeten ein paar Mägde neue Kerzen an, der Nebel lichtete sich schwerfällig und ein Schrei durchfuhr die Stille: Am Kopfende der Halle bemerkte jemand einen auf der Bank des Jarls sitzenden, blutverschmierten und leichenblassen Mann. Unruhe breitete sich aus und mit blanken Schwertern näherten sich ihm einige. Der unbekannte sprang auf den Tisch und beschimpfte die Ronländer, wer sie seien und wo ihre Ehre verblieben sei. Der Lackmann Ronlands – Amos – erkannte den Fremden: Es war sein toter Sohn. Dieser rief alle auf den alten Thingplatz zurückzuerlangen und die alten Traditionen aufleben zu lassen.
Darauf wurde beschlossen, dass die versammelte Thinggemeinschaft sich am Morgen aufmacht um zum alten Thingplatz zu reisen. Und so kam es dass wir einen mehrstündigen Marsch mit einem Wagen auf uns nahmen. Durch die wunderschöne, schneebedeckte Landschaft Ronlands, Felder und Wälder hinter uns lassend und über eine morsche Brücke, die wir nur einzeln betreten durften, gelangten wir ans Ziel. Entgegen aller Erwartungen war die Stätte verlassen. Doch sie war über die Jahre nicht ungenutzt geblieben: überall haben koboldische oder anderen Riten zugehörige Zeichen, Malereien, und Statuen den Platz beschmutzt. Die alte Halle war völlig heruntergekommen und es dauerte eine Weile bis die fremden Gegenstände vernichtet und die Halle gesäubert war. Nur ein Buch mit koboldischer Schrift und Zeichen wurde behalten um es zu entschlüsseln und übersetzen.

Da die Heilerinnen dringend Kräuter für Tränke und Salben brauchten und sie noch von einst gut bewachsene Wege im anliegenden Wald kannten, machte sich am Mittag ein Trupp Bewaffneter mit den Heilerinnen auf. Mein Herr sagte mir ich soll ihn begleiten und so ging ich mit. Doch es wurden nur wenige Pflanzen und Kräuter gefunden, weshalb wir tiefer in den Wald zogen. Anstatt weitere Kräuter zu finden, wurden wir jedoch von Kobolden überrascht und angegriffen. Mein Herr rief mich neben sich in den Schildwall und sehr schnell hat es mich am Arm erwischt. Weitere Männer wurden verletzt und Asgir wurde von einem Pfeil in die Brust getroffen, der nur um Haaresbreite sein Herz verfehlte. Erst spät erreichte uns die Verstärkung und wir konnten uns schließlich – die schwer Verletzten schleppend - noch zum Thingplatz durchschlagen.
Im folgenden wurde nun beschlossen den Thingplatz und die alte Thinghalle den Göttern zu weihen und sie auf diese Art von allen fremden Hinterlassenschaften zu reinigen. Dies wurde am späten Nachmittag gemacht – mit Gesang und Worten an die Götter und dem neuen Sippenhorn der Ronländer, welches im Kreis herumging, wurde bezeugt, dass von nun an hier und an keinem anderen Ort das Allthing stattfinden soll. In der Halle bekräftigte Amos diesen Schwur mit seinem Blut und Widukind wurde die Ehre zuteil, als Gode Hornwalls seine Worte hier an die Götter zu richten und die Weihung abzuschließen.

Nachdem die alte Thingstätte nun wieder unter dem Schutz unserer Götter stand, griffen die Kobolde uns immer wieder auf dem Gelände an. Im Schutz der Dunkelheit suchten sie ihren Weg zu den Skali, lauerten auf oder stürmten gegen die Halle und rieben, in mal mehr, mal weniger großer Zahl, unsere Wachen auf.
Indessen versuchten alle die sich des Lesens uns Schreibens verstanden das zuvor gefundene Buch der Kobolde zu übersetzen. Nach vielen Stunden zeichnete sich ab, dass es sich um eine Art Tagebuch handelt. Durch die Zusammenstellung der Übersetzungen entstand ein bizarres Bild der Anwesenheit der Kobolde auf der alten Thingstätte. Der Schreiber berichtet auf den Seiten vom Fressen von seltsamen Pilzen, davon dass er es mit Tieren gemacht hat, vom Scheißen und davon, wie er andere seltsame Handlungen vollzog.
Draußen wurde die Nacht derweil immer tiefer und die Angriffe der Kobolde wurden heftiger. Sie sind teils in so großer Zahl aufgeschlagen, dass jeder Mann und jedes Weib, die eine Waffe tragen konnten, gerufen wurden um die Angreifer abzuwehren. Ich wurde von einem Giftpfeil am Bein getroffen und kam mit den anderen Verletzten in die Halle. Doch diese war kein sicherer Ort mehr – unter den Tischen, vor den Knien der dort sitzenden, versteckten sich Kobolde. Niemand schien sie zu bemerken und so zog ich meinen Schmerzen zum trotz das Sax und versuchte sie zu vertreiben. In diesem Moment zersprang mein Schädel in tausend Teile und um mich herum wurde es Schwarz. Irgendwann, ich hatte jedes Gefühl für Zeit verloren, kam ich wieder zu mir und eine Heilerin stand mit Magnus über mir. Mein Herr hatte mir etwas über den Kopf gezogen, da ich durch das Gift des Pfeils in Raserei geraten sei und meinte, Kobolde säßen unter der Tafel. Ähnlich ist es anderen ergangen, die von der vergifteten Waffe des Feindes verletzt wurden.
Draußen war es den Kämpfenden nicht möglich die Skali zu halten, da die Zahl der Verletzten mit jedem Sturm gegen uns stieg. Nach reichlichen Überlegungen schien nur ein Ausweg: Die verbliebenen Schlafenden und Verletzten mussten aus den Betten geholt und die Nacht sollte in der Thinghalle verbracht werden. Auch Asgir, der, noch verletzt durch den Pfeilschuss, im Skali lag, wurde vor dem Zugriff des Feindes geschützt und in die Halle gebracht.
Wie wir also dort verweilten und der Schlaf mich langsam übermannte, suchte mich ein verstörender Traum auf. Es war ein Fass voll Øl zu sehen und darauf lag ein Laib Brot. Von irgendwo war ein Schnüffeln und Schnaufen zu hören und plötzlich schob ein Kobold seine Fratze neben der dahinter liegenden Wand hervor. Er schlich um das Fass herum, schaute es sich an und stellte einen Schemel davor. Da stellte er sich nun drauf, entblößte sein Teil und verging sich an dem Brot bis sein Leib erbebte. Den Deckel des Fasses schob er alsdann beiseite und pisste hinein. Schließlich verzog sich das Scheusal wieder und die Magd Ina wurde von fern gerufen, sie solle Magnus und Asgir Laib und Trank bringen. So kam das Weib und nahm das besudelte Brot, schöpfte von dem Øl einen Krug voll und verschwand.
Es war schon fast morgen als ich aufwachte. Die Halle war schon sehr leer und wie sich herausstellte waren die Skali wieder sicher. Ich holte Asgir der ebenfalls noch da war und zusammen eilten wir in unsere Bettstatt. Noch bevor wir einschliefen kam es, dass wir begriffen, dass wir den selben Traum hatten und wie wir darüber redeten bemerkte mein Herr, dass auch er solches geträumt hatte.

Am Tag des Things war nun geplant gegen Mittag noch einmal mit einigen Heilerinnen, begleitet von Kämpfern, in den Wald zu ziehen um nun endlich die benötigten Pflanzen und Kräuter zu beschaffen. Die über die vergangene Nacht andauernden Kämpfe hatten auch die letzten Vorräte an Heiltränken und Salben erschöpft.
So zogen wir mit einer Handvoll Kämpfern und den Heilerinnen wieder hinaus in den verschneiten Wald. Widukind, der unsere Gruppe anführte, wies mich an in Sichtweite auf einer Anhöhe Stellung zu beziehen, um dieses mal nicht in der Talsenke von Feinden überrascht zu werden. Der Wald war jetzt ruhig. Die Schritte der Suchenden knirschten im Schnee und durch die Bäume wehte ein schneidender Wind. Wir waren mittlerweile an der Stelle angelangt, wo uns Tags zuvor die Kobolde angriffen als von Fern schließlich fremde Stimmen und Tumult an mein Ohr drangen. Ich warf meinem Herrn in der Nähe einen Blick zu, und auch er hatte es gehört. Mit großen Schritten eilten wir warnend den Hang hinunter. Schnell wurde ein Schildwall gebildet, doch es sollte nicht wie am Vortag ausgehen. Der Feind war schon zu sehen – Kämpfer und Sammler mit Körben – als Widukind uns einen Hang aufwärts führte. Das Gelände sollte uns dieses mal einen Vorteil beschaffen. Er schickte Magnus und mich weiter hinauf, damit wir dem Feind in die Flanke fallen konnten. Von dort oben war ein Ritualplatz zu sehen, an welchem die Kreaturen sich sammelten und umherschlenkerten. Während Wikukind mit seinen Kämpfern langsam auf die Kobolde zuschritt, eilten mein Herr und ich von Baum zu Baum und Schneeverwehungen entlang – immer bedacht nicht entdeckt zu werden. Doch die Dunkelhäute waren zu sehr auf den angreifenden Schildwall gelenkt und so konnte ich einem Schützen in den Rücken Fallen, noch bevor er mich bemerkte. Wir jagten Sie durch die Bäume von der Stätte weg und machten sie alle nieder. Ein Koboldweib hatte in den Armen ein Balg und Widukind befahl mir es mitzunehmen. Ich wickelte es in meinen Mantel und kehrte zurück zu dem Ritualplatz, welchen einige Männer bereits zerstörten. Wie ich mich dort umsah, regte sich das Balg plötzlich und Schmiss sich mir an den Hals. Ein Schmerz durchriss meinen Kragen und ich fiel in den Schnee. Die Luft war mir abgeschnitten. Blutgeschmack machte sich auf meiner Zunge breit. Die Heilerinnen stürzten herbei und pressten mir Verbände auf das Loch. Unter Anstrengung konnte die Wunde versorgt und vor Ort genäht werden, doch ich war zu schwach um alleine zu laufen. So schleppten mich zwei Ronländer und auch eine weitere Verletze musste gestützt werden. Langwierig war die Rückreise zum Thingplatz, doch verschont wurden wir von weiteren Angriffen. Nur Magnus passierte noch ein Unglück: Er versuchte einen eisbedeckten Bachlauf zu überqueren und Brach bis zum Gürtel ein. Doch ihn mag so schnell nichts aufhalten und schließlich gelangten wir alle zurück.

Später am Nachmittag weilte ich mit Gripnir im Skali als von draußen Kampfeslärm hereindrang. Er trug mir auf seinen Köcher zu tragen, da es mir kaum möglich war zu kämpfen. Einen Schild griff ich mir noch im hinauseilen und uns empfing ein verbitterter Kampf an mehreren Seiten. Gripnir streckte Einige mit gezielten Schüssen nieder als von der Seite Bjarne, verwickelt in einen Zweikampf, in meine Richtung kam. Der Kobold griff an und ich musste meinen Schild heben um einen Schlag abzuwehren. Der Aufprall durchzog meinen Arm wie ein Blitz und endete am Hals in donnerndem Schmerz. Als die Angreifer vernichtet und zurückgeschlagen waren sah ich Kraka mit aufgeschlitzem Bauch an einer Wand lehnen. Gripnir schickte mich, der bei ihm knienden Heilerin zu Hand zu gehen. Was ich dort erblickte ließ mich erschaudern. Seine Brünne war zerschmettert, das Innere seines Bauches stülpte sich nach außen und wurde nur von den zierlichen Händen des Weibs beisammen gehalten. Sie trug mir auf seine Gedärme zu halten, damit sie ihr Zeug zusammenlegen konnte. Übelkeit stieg in mir auf und je mehr die Wärme seiner Innereien in meine kalten Hände zog, desto schwieriger fiel es mir meinen Mageninhalt bei mir zu behalten. Nur die bestimmenden Worte und klaren Anweisungen der Heilerin ließen mich beherrschen. Mit zugenähtem Leib wurde Kraka schließlich in die Halle geschafft, welche einem Lazarett glich. Auf jeder Bank verletzte, Widukind und Magnus wurden Wunden ausgebrannt und es roch widerlich nach versengtem Fleisch. Kraka bekam, auf zwei Bänke gelegt, ein Schwert an die Hand gebunden, für den Fall dass Heimdall ihn über Bifröst gehen lässt. Mir wurde der Hals schließlich erneut genäht, da die Naht wieder aufgerissen war.

Am Abend begann nun endlich das Thing Ronlands. Kraka war unter uns geblieben und saß nun, an einer Säule angelehnt, bei der Tafel. Zur Eröffnung wurde das Ronlandlied gesungen und die Vielzahl der Stimmen füllte den Raum. Im Anschluss sollten die Fragen in Recht- und Gesetzessachen besprochen werden. Da ein Ronländer vortrat und eine Streitsache mit Amos, dem Lackmann des Things, vortrug, wurde der Jarl für die Dauer des Streits mit diesem Amt betraut. Amos wurde vorgeworfen sein Amt missbraucht zu haben, als er ein Pfeilthing ausrief und, einem Gast von ihm zugunsten, zwei Tage vor Beginn den Thingfrieden ausrief. Denn sein Gast konnte aufgrund vergangener Geschehnisse gegenüber einem Ronländer um sein Leben fürchten. Bevor es zur Anklage kommen sollte, wollte Amos' Gegenüber wissen, ob er so gehandelt hatte um seinen Gast zu schützen, oder weil er seinen Amtspflichten nachgehen wollte. Im Laufe der Verhandlung stellte sich die Situation als sehr kompliziert dar und schließlich wurde darüber abgestimmt, ob Amos Recht getan hatte in seiner Entscheidung oder nicht. Das Thing hatte bestimmt, dass Amos unrecht gehandelt hatte und somit von seinem Amt enthoben wurde. Vermehrt wurden Stimmen laut, dass das Amt des Lackmanns abgeschafft werden soll, da Amos ein ehrenhafter Mann ist und nur sein Amt für die jetzige Lage verantwortlich sei. In einer folgenden Abstimmung wurde dieses dann abgeschafft. Doch waren die Umstände damit nicht bereinigt, denn Amos bemängelte zu recht, dass er mit dem Urteil eidbrüchig erklärt wurde. Denn er hatte einen Eid darauf geschworen, dass er sein Amt nach bestem Gewissen ausüben wolle. Kurzum wurde eine Abstimmung einberufen, ob er Eidbrüchig sei, welche ohne Gegenstimme ein Nein ergab. Trotzdem mag der Verlauf des Streits für Amos einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen haben.
Im weiteren wurden ein Knecht, eine Magd und ein Thræl freigesprochen, der Sold für die Fahrt nach Nyland wurde ausgezahlt und von einer Fahrt zur Suche nach einem Krugmordenden Stein wurde erzählt. Gripnir, der in den vergangenen Tagen mit einem Schiffsbauer und Händler einen Vertrag über den Bau eines großen Drachen und den Kauf von Werkzeug wie Schaufeln, zur Befestigung seines Hofes in Sambria, geschlossen hatte, wollte dies vor dem Thing vortragen. Als Zeichen der tiefen Freundschaft zwischen Hornwall und Ronland sollte dieser Handel vor dem Thing bezeugt werden. Während er und sein Geschäftspartner so vor dem Thing standen und sprachen, drang vom Ende der Halle permanent Gelächter und Gerede nach vorn. Einige Teilnehmer des Things fanden es wohl wichtiger sich über andere Themen zu entzweien, anstatt diesem Moment die gebührende Achtsamkeit entgegenzubringen. Leider wurde diese Anmaßung auch nicht vom Jarl unterbunden.
Nach zahlreichen Stunden wurde dann das Thing beendet und die Nacht sollte zum Feiern und Schwafeln genutzt werden. Einige Ronländer Weiber begannen zu singen und ihre Lieder ließen den ganzen Saal aufhorchen. Nie habe ich solch schöne Stimmen gehört und als ihr Gesang abklang fühlte ich mich, als wäre eine Lücke entstanden, die nur sie mit ihren Liedern auffüllen können. Lange saßen wir noch mit unseren Freunden zusammen, sangen, lauschten Geschichten ruhmreicher Taten und planten zukünftige Fahrten. Erst als sich in der Ferne der Nachthimmel schon dem Tag zuwandte ging der Letzte von uns zu Bett.